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15.4.2009 von Kossi.
Mir ist aufgefallen, dass ich schon lange keine “Lovely Words” mehr hier gepostet habe. Das will ich schnell ändern, denn ein kleiner gelber Post-it klebt derzeit in dem Buch
Tote Mädchen lügen nicht von Jay Asher
und ein kleiner Kulipfeil zeigt genau auf diesen Absatz:
“Wenn du ein Lied hörst, das dich zum Weinen bringt, du aber nicht weinen willst, dann hörst du es eben nicht mehr.
Doch kann man nicht vor sich selbst davonlaufen. Man kann nicht beschließen, den Kontakt zu sich abzubrechen. Man kann den Lärm in seinem Kopf nicht zum Stillstand bringen.”
Und passend dazu das Lied, vor dem ich derzeit immer noch “weglaufe”, indem ich es mir nicht bewußt anhöre. Aber wenn es im Radio läuft, wechsel ich zumindest nicht mehr sofort den Sender, weil ich eben genau das weiß, was Jay Asher im obengenannten Satz schrieb. Man kann nicht vor sich selbst davonlaufen….
Und trotzdem bekomme ich schon beim allerersten Ton Magenkrämpfe… Und den “Lärm in meinem Kopf”, den dieser Song in mir fabriziert, kann ich dann auch nur ganz schlecht leiser stellen….
Wahnsinn, was ein Song bewirken kann… aber solche Dinge kennt Ihr sicher auch…. oder?
Never forget!
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20.12.2008 von Kossi.
Mir ist aufgefallen, dass ich schon eine ganze zeitlang keine “Lovely Words” mehr gekürt habe. Beim Lesen des neuen Romans von Carlos Ruiz Zafon (Das Spiel des Engels) fiel mir aber ein Satz ins Auge, den ich sehr sinnig, wahr und ehrlich finde. Ich möchte diesen Absatz gerne zitieren:
“Sagen Sie, Ignatius B., wer hat Ihnen so brutal das Herz gebrochen?”
“Ich sehe, Sie können mehr lesen als nur Bücher.”
Wir blieben noch einige Minuten am Tisch sitzen und schauten den Kellnern bei ihrem Hin und Her im Speisesaal der Casa Leopoldo zu.
“Wissen Sie, was das Beste ist an den gebrochenen Herzen?”, fragte die Bibliothekarin.
Ich schüttelte den Kopf.
“Dass sie nur ein einziges Mal wirklich brechen können. Alles andere sind bloß Kratzer.”
Wie wahr, wie wahr….
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1.10.2008 von Kossi.
Für alle die, die erst jetzt ”reingeschaltet” haben. Dieser Monatsanfang besteht aus DREI Tagebuch-Einträgen. Das ist neu, aber es mußte aus zeitlichen Gründen so sein. Also einfach ein wenig runterscrollen, damit Ihr die anderen beiden Einträge auch seht und sie nicht im Nirvana der ungelesenen Einträge verschwinden ;-)
Meine Lovely Words des vergangenen Monats sind definitiv die, die ich eigentlich erst gestern gehört, bzw. gelesen habe. Also ganz kurz vor “Redaktionsschluss” sozusagen hihi:
SIE SCHAFFEN DAS!!!
Das hat nicht Bob, der Baumeister, zu mir gesagt, sondern ein Mensch, der vielleicht mal sehr wichtig für mich werden könnte, es vielleicht sogar schon ist. Und mir bedeutet es sehr viel, dass er so denkt. Vorausgesetzt, er denkt tatsächlich so
Und ich find´s auch schön, dass ich diesen Satz heute fast stündlich vor meinen Augen gesehen habe. Herrlich, diese Art von Komik. Ich liebe das!!
Und ich will es diesem Menschen jetzt einfach mal glauben und diesen Satz verinnerlichen.
So, und jetzt geh ich ins Bett (00:10 Uhr). Außerdem reichen DREI Tagebuch-Einträge am ersten eines Monats auch oder? Und Kossi wird halt nicht jünger und braucht deshalb ihren Schönheitsschlaf ![]()
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12.8.2008 von Kossi.
“Du lebst Deinen Charakter!
Bei manchen Menschen ist es so, dass sie Dir was erzählen und man merkt, dass sie nicht so sind wie sie sind. Sie sagen etwas, und man fühlt einfach, dass sie ganz anders darüber denken. Sie verstellen sich. Sie sind irgendwie nicht echt.
Bei Dir ist es anders. Man merkt, wenn Du von etwas begeistert bist, man ist gefesselt von Deiner Art, zu reden und kann stundenlang zuhören. Man merkt auch, wenn Du traurig bist, oder wütend. Du bist authentisch, weil Du sprichst, wie Du bist.
Du lebst Deinen Charakter!”
So oder ähnlich wurde es mir heute gesagt. Am liebsten hätte ich das Gespräch aufgezeichnet und mir immer wieder angehört. Es gibt Worte, die sollte man nie vergessen. Deshalb schreib ich sie gerne auf.
Danke Nadine! Ich konnt`s gebrauchen. Heute ganz besonders! Und deshalb sind diese Worte es wert, meine persönlichen “Lovely Words” zu sein

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30.6.2008 von Kossi.
Jaaaa, ich weiß,…. eigentlich ist heute ja noch gar kein Juli und es könnte passieren, dass mir heute noch jemand “Lovely Words” ins Ohr haucht, die ich dann zu den “Lovely Words des Juni 2008″ küren könnte, aber ich habe dennoch bereits ZWEI wunderschöne Sätze diesen Monat gelesen bzw. gehört, dass ich sie unbedingt schon jetzt loswerden möchte
Zum einen kommt der folgende Satz aus dem Buch Die Frau meines Lebens von Nicolas Barreau:
“Letztlich sind es immer nur die Erinnerungen, die bleiben. Doch den Erinnerungen an das, was niemals stattfinden konnte, haftet unweigerlich etwas von der leisen Wehmut unerfüllter Wünsche an. Als hätte das Leben seine Versprechen nicht eingelöst.”
Ein Satz, der mich sehr traurig gemacht und berührt hat. Träume und Wünsche hat jeder Mensch und jeder Mensch ist traurig, wenn sich ein Traum nicht erfüllt. Wenn er zerplatzt wie eine Seifenblase. Wenn das Ziel zu einer vermeintlichen Niederlage wird. Wenn Menschen sich nicht an ihre Versprechen halten. Wenn ein geträumter Traum kein gelebter mehr wird.
Gleichzeitig “getröstet” hat mich dann aber ein Satz den ein Bekannter sagte:
“If things are meant to happen, they´ll happen. If they don´t, they won´t.”
Im Prinzip ist genau das auch ein Teil meines eigenen Lebensmottos. Früher war ich sehr ungeduldig und es mußte alles hopplahopp gehen. Heute gehe ich gelassener durch diese Welt und denke oft, dass das Schicksal viele Dinge für mich bereithält, auf die ich sowieso keinen Einfluß habe. Entweder sie passieren eben oder sie passieren nicht. Und wenn das Eine nicht geklappt hat, dann wird es schon seinen Sinn haben und das Leben wird dafür etwas ganz anderes, vielleicht noch viel schöneres, für mich bereithalten.
Also…. hadert nicht mit Eurem Schicksal, wenn mal Träume nicht erfüllt werden. Das Leben wird andere Dinge für Euch “im petto haben”, die Ihr vielleicht nicht erleben würdet, wenn der ein oder andere Traum in Erfüllung gegangen wäre. Ich glaube, dass auch das negativste Ereignis im Leben uns irgendwo hinführen wird, wo es uns letztendlich gut geht. Nur sieht man dies oft nicht, wenn man das Negative gerade erlebt.
Einer meiner eigenen Texte passt hier nun sehr gut als Abschlusswort:
Zukunftswünsche
Halte nicht fest
an den zerbrochenen
Träumen der Vergangenheit,
sondern hoffe auf
erfüllte Wünsche
in der Zukunft.
© Andrea Koßmann
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4.6.2008 von Kossi.
Meine aktuellen Lovely Words stammen aus dem Buch Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen von Mitch Albom:
“Man sagt immer, jemand hätte seine Liebe ‘gefunden’, als ob das ein Gegenstand wäre, der unter einem großen Stein versteckt liegt. Aber die Liebe nimmt vielerlei Gestalt an und ist bei jedem Mann, jeder Frau anders. Was die Menschen da finden, ist eine ganz bestimmte Liebe. Und Eddie fand eine ganz bestimmte Liebe bei Marguerite, eine wohltuende Liebe, eine tiefe, aber ruhige Liebe, die vor allem unwiederholbar war. Als Marguerite von ihm gegangen war, wurden seine Tage schal. Er legte sein Herz schlafen.”
“Verlorene Liebe ist immer noch Liebe. Sie nimmt eine andere Form an, das ist alles. Man kann sie nicht mehr lächeln sehen, ihr Haar zerzausen oder mit ihr tanzen. Aber während diese Empfindungen schwächer werden, werden die anderen umso stärker. Die Erinnerung. Die Erinnerung wird Dein Partner. Du ernährst sie. Du hältst sie fest. Du tanzt mit ihr. Das Leben hat ein Ende, die Liebe nicht.”
Ich glaube, weitere Worte von mir wären hier überflüssig… so ist sie… die Liebe… und die, die fort ist….
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17.4.2008 von Kossi.
Die “Lovely Words” des Monats März 2008 stammen diesmal aus dem Buch
Drachenläufer von Khaleid Hossein. Es handelt sich um dieses Zitat:
“Es gibt nur eine einzige Sünde. Und das ist der Diebstahl… Wenn Du eine Lüge erzählst, stiehlst Du einem anderen das Recht auf die Wahrheit.”
Dieses Zitat hat mich sehr berührt und beschäftigt. Denn ich hasse Lügen. Natürlich gehe ich selber auch nicht ganz ohne Lügen durch diese Welt. Jeder, der das von sich behauptet, lügt. Denn kleine Notlügen gibt jeder Mensch mal kund. Manchmal ist es ja schon gelogen, wenn man nach dem Wohlbefinden gefragt wird und man antwortet “Mir gehts gut!” obwohl es einem in diesem Moment vielleicht hundsmiserabel geht. Aber wer erzählt schon gerne jedem seine Leidensgeschichte? So geht man Unnanehmlichkeiten und Diskussionen mit einer kleinen Lüge eben aus dem Weg.
Aber was ich absolut verurteile, sind Lügen, die ganz bewußt geplant wurden. So kommt zu einer vielleicht anfangs kleinen Lüge immer mehr dazu. Eine Lüge wird auf die nächste Lüge aufgebaut. Der Lügner selber kommt immer schlechter aus dieser Sache raus und wenn das Ganze dann eines Tages doch auffliegt, ist das Geheule groß. Vor allem verurteile ich Lügen, die auf Gefühlen anderer aufgebaut werden, denn in dem Moment spielt der Lügner mit den Gefühlen des Belogenen.
Lügen tun weh. Aber nur wenn sie rauskommen. Und genau wie Khaleid Hossein es im Drachenläufer beschreibt, stiehlt es dem Belogenen das Recht auf die Wahrheit. Da stimme ich zu 100 % mit ihm überein.
Ich höre lieber die Wahrheit über manche Dinge, anstatt mich belügen zu lassen. Krass finde ich es auch, wenn ich sehe, dass andere Menschen belogen werden. Vielleicht ihr lebenlang. Ihnen wird ein Leben vorgelebt, welches es SO eigentlich gar nicht gibt. Eine sogenannte Lebenslüge. Um den Schein zu wahren.
Wenn ich nun von diesen Lügen weiß, bin ich indirekt doch eine Komplizin oder? Und einmischen mag man sich in die Privatsphäre des Belogenen dann auch nicht gerne und so hofft man, dass er eines Tages selber dahinter kommt, welches Spiel mit seinen Gefühlen gespielt wird.
Ja, Lügen machen mich wütend und ich wünschte, es gäbe einen Lügendetektor über jedem Kopf auf dieser Welt, bei dem direkt eine rote Lampe angeht, wenn gelogen wird. Ok… die kleinen Notlügen können von mir aus ruhig unentdeckt bleiben, da sie das Leben ja irgendwie doch manchmal einfacher machen
Bin ich da jetzt inkonsequent? Ich glaube, es gibt ein Buch oder einen Film, in dem ein Mensch einen ganzen Tag ohne eine einzige Lüge durch die Welt geht. Und am Ende des Tages ist er mit allen Freunden verstritten….. warum? Weil er ehrlich war! Also hat es manchmal den Anschein, als wenn wir angelogen werden MÖCHTEN? In einer echten Freundschaft darf man ruhig die Wahrheit sagen, ohne Angst haben zu müssen, dass die Freundschaft dadurch in die Brüche geht.
Aber die richtigen, bewußten, geplanten Lügen sollten aus dieser Welt verschwinden.
Denn jeder Mensch hat das Recht auf die Wahrheit. Auch wenn die manchmal sehr weh tun kann….
Frei nach dem Motto “Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem andern zu!”….
Und glaubt Ihr jedem Menschen alles? Besonders schlimm sind Lügen sicherlich, wenn sie von einem Menschen kommen, den man liebt…. so geschehen im Drachenläufer…. und genauso geschieht es jeden Tag auf dieser Welt…. oder glaubst DU, dass alles wahr ist, was man Dir erzählt? Denk mal in einer ruhigen Minute drüber nach….
Oder bist DU vielleicht gerade derjenige, der anderen Menschen eine Lebenslüge vorlebt? Denk auch Du mal darüber nach, ob der andere nicht das Recht auf die Wahrheit hat! Eine Lüge zu leben ist in meinen Augen rausgeschmissene Zeit. Vor allem für den, der angelogen wird….
Danke Khaleid Hossein, für die Gedanken, die Sie mit diesem einen Satz in mir ausgelöst haben ![]()
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9.2.2008 von Kossi.
Eigentlich ist es noch gar nicht so weit, die “Lovely Words” für den Februar 2008 zu küren, denn heute ist gerade mal der 9. Tag dieses Monats. Aber bereits jetzt habe ich einen Satz gefunden, der mich sehr rührt, BErührt, ANrührt, der mich zum Nachdenken anregt und den ich mehr als würdig finde, bereits jetzt einer meiner Lieblingssätze zu werden.
Ich habe zur Zeit das Das Goldene Buch der Liebe von Hans Kruppa auf meinem Nachttisch liegen. Ich möchte es Euch wärmstens ans Herz legen!! Schon allein deshalb, weil es nur noch Restposten gibt und es derzeit bei amazon für den Schnäppchenpreis von 4,99 Euro zu bekommen ist! Es ist ein gebundenes Buch mit 443 Seiten. Sieht nicht nur von außen wertvoll aus, sondern es ist auch von innen genauso wertvoll.
Hans Kruppa gehört ja ohnehin schon seit Jahren zu meinen Lieblingslyrikern der zeitgenössischen Liebeslyrik. Also habe ich viele Bücher von ihm. In diesem goldenen Buch gibt es wieder unzählige Texte über die Liebe und vor allem über den Mut, seine Liebe zu leben und vor allem auch sie zuzulassen. In fast allen seiner Texte finde ich mich wieder. Es ist, als würde er den Lesern einen Spiegel vorhalten, in den mal gerne schaut und in welchem man seinem Spiegelbild lächelnd zunickt und sagt “Ja, genauso ist es.”
Auf Seite 228 dieses Buches finden wir die Geschichte “Ungesagte Worte”, in welcher es darum geht, dass ein Mann einer Frau gerne etwas hätte sagen wollen, sich aber letztendlich nicht getraut hat. Leider gab es auch kein happy end bei dieser Geschichte, was wiederum daher rührte, dass der Mann eben den Mut nicht fand, dieser Frau etwas wichtiges zu sagen. Also war er verantwortlich für ein Drama, welches geschah und das einzig und allein deshalb, weil er zuvor nichts unternommen hatte. Hätte er etwas gesagt oder sein Leben verändert, hätte die Geschichte sich wohl zum Guten gewendet.
Am Ende der Geschichte zitiert Kruppa den berühmten Schriftsteller und Philosophen Voltaire mit dem Satz:
„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ Voltaire
Ich selber habe gerade diese Erfahrung gemacht. Nicht ich habe mich nicht getraut, irgendetwas zu sagen oder zu tun. Denn ich bin ein sehr offener Mensch und trage mein Herz auf der Zunge. Für mich gibt es fast nichts Wichtigeres, als über alles zu reden und seine Meinung zu äußern. Und ich bin der Meinung, dass es sich immer lohnt, für seine Träume zu kämpfen, denn immerhin haben wir nur dieses eine Leben. Und was hat man davon, wenn man im hohen Alter vor der Himmelspforte steht und sagen muss “Ich HÄTTE ja ein schönes Leben haben können, aber ich habe nichts dafür getan, dass es so wird, weil ich immer nur meinen Verstand habe walten lassen.”
In meinem Umfeld gab es nun eine solche Situation, in der ein Mensch das Leben eines anderen durch reines “Nichtssagen, Nichtstun und Nichtsändern” beeinflusst hat. Die Situation beschäftigt mich sehr und ich erinnerte mich an diesen wundervollen Satz von Voltaire und an die Geschichte von Hans Kruppa.
Zufälligerweise schrieb ich auch in den letzten Wochen eine Kurzgeschichte, die sich in etwa mit dem selben Thema beschäftigt. (Diese könnt Ihr übrigens in der nächsten Woche auf der Seite www.philognosie.net nachlesen. Ich werde es aber noch rechtzeitig bekannt geben.)
Auch darin geht es letztendlich um “ungesagte Worte”.
Manchmal denkt man, dass es besser ist, Dinge die man denkt, nicht auszusprechen. In vielen Situationen ist dies auch vollkommen richtig, da eine Situation sonst vielleicht eskalieren würde. Aber man sollte sich Gedanken machen, ob es nicht besser ist, etwas zu sagen, als zu schweigen, wenn man sich denken kann, dass das ungesagte Wort Einfluss auf das Leben des anderen Menschen haben könnte. Wird sich das Leben des anderen nicht in eine vollkommen andere Richtung wenden, wenn man schweigt? Spielt man in dem Moment Schicksal?
Manchmal ist es tatsächlich so, dass wir Menschen ein kleines Stückchen Schicksal im Leben eines anderen Menschen sind. Auch wenn ich fest daran glaube, dass alles im Leben seinen Sinn hat und wir schon den richtigen Weg gehen werden, auch wenn wir mal falsche Entscheidungen getroffen haben. Auch die auswegloseste Begebenheit kann letztendlich einen Sinn haben. Den erkennt man aber nicht, wenn man sich genau in dieser Situation befindet. Den Sinn erkennt man erst viel später. Spätestens dann, wenn einem wieder Gutes widerfährt. Weil man weiß, dass man dieses “Gute” nicht bekommen hätte, wenn man zuvor nicht durch das “Schlechte” gegangen wäre.
Aber sollten wir doch immer daran denken, dass wir eben, wie Voltaire sagte, nicht nur für das verantwortlich sind, was wir tun, sondern eben auch für das, was wir nicht tun.
Mich wird dieser Satz noch eine ganze Weile beschäftigen und nachdenklich stimmen.
Vielleicht gibt es in Eurem Leben auch Dinge, die Ihr nicht getan habt und genau durch dieses “Nichtstun” hat sich dann das Leben eines anderen Menschen in eine andere Richtung geschlagen. Ob es nun gut oder schlecht für den anderen war, merkt man oft erst viel viel später. Und manchmal sogar ZU spät.
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.
Kossi, heute mal sehr nachdenklich, philosophierend und sentimental.
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1.2.2008 von Kossi.
Meine lovely words für den Januar 2008 habe ich in dem Buch Der Alchimist von Paulo Coelho gefunden:
“Je näher man an seinen Traum herankommt, um so mehr wird der persönliche Lebensweg zum eigentlichen Lebensziel.”
Will sagen: Es lohnt sich, nach seinen Träumen zu streben. Ich denke, in dem moment, wo wir uns nach und nach kleine oder größere Träume erfüllen, gelangen wir immer mehr an unser Lebensziel. An den Sinn des Lebens? Es ist natürlich müßig, über den Sinn des Lebens nachzudenken, denn jeder Mensch wird einen anderen Sinn in seinem Leben finden.
Auch ich habe lange und oft über den Sinn MEINES Lebens nachgedacht und komme doch immer wieder zu der Antwort, dass der Sinn des Lebens die Liebe ist. Damit meine ich nicht unbedingt nur die Liebe eines Menschen zu einem anderen Menschen, sondern auch die Liebe zu Tieren, Pflanzen, Hobbies, Leidenschaften.
Das Ziel eines jeden Menschen ist es, diese Erde als glücklicher Mensch zu erforschen und zu bewandern. Und je näher man diesem Traum kommt, desto mehr spürt man, dass es Liebe ist, die uns dahin führt.
Deshalb hat mich der Satz von Coelho so sehr fasziniert.
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31.12.2007 von Kossi.
Mein “lovely word” des Monats Dezember ist “Anthor”.
Anthor ist eine Insel. Irgendwo da draußen in dieser großen, weiten Welt. Und auch ganz tief drinnen in vielen von uns. Entdeckt und erobert von zwei ganz besonderen Menschen. Derzeit bewohnt von nur einem der beiden. Nur dann und wann findet das Schiff des Seglers den Strand von Anthor. Dann setzt er seinen Anker und geht an Land um den anderen Bewohner in seine Arme zu schließen.
Auf Anthor gibt es keine Probleme, keinen Streit, keinen Zorn. Das Wetter ist immer schön, es ist immer warm und die Sonne scheint den ganzen Tag. Kokosnüsse müssen geerntet werden, Hütten werden gebaut zum Schutz vor Wind, der immer dann aufkommt, wenn einer der beiden die Insel verläßt. Der Strand wird gehegt und gepflegt, so daß er immer sauber ist und von Unrat befreit wird. Auch einen Tiger gibt es dort. Aber der ist zahm und würde nie beißen. Es gibt keine bösen Worte auf Anthor, nur die, die Liebe, Mut und Vertrauen erzeugen.
Es gibt keine Kriege dort. Es herrscht Frieden. Einfach so. Bedingungslos. Aber nur dann, wenn beide Menschen die Insel bewohnen. Ist der eine alleine, fühlt er sich einsam und verschanzt sich gerne in seine Holzhütte um auf die Rückkehr des anderen zu warten. Nicht selten werden Flaschen an den Strand gespült, die der Segler auf hoher See über Bord geworfen hat, damit die Post in ihnen Anthor erreicht.
Gut gemeint sind die Worte meistens. Doch fühlen sie sich manchmal auch nicht sehr gefüllt an. Leer. Kalt. Nicht so beabsichtigt, aber doch so an Land gespült. Sie haben ihre Bedeutung ab und zu auf dem Weg übers Meer verloren. Die Wellen tragen dazu bei, dass die Worte schal werden und manchmal leer am Strand angespült werden.
Der Inselbewohner hält den kleinen Zettel mit den leeren Worten dann an sein Herz und schickt einen Wunsch aufs weite Meer…. “Fülle die Worte mit Taten, so dass ich sie genießen kann!”…. vielleicht werden diese Wünsche eines Tages erhört, erfüllt, gelebt und nicht nur geträumt.
Der Anthorist bewahrt die Flaschenpost gut auf. Jeder einzelne Wunsch kommt in eine goldene Schatulle. Jeder Wunsch wartet dort auf seine Erfüllung, die dann geschehen wird, wenn der Segler sein unruhiges Schiff verläßt und in den Hafen einfährt. Um zu bleiben.
“Anthor”….. die Insel in jedem von uns…. auf der nur zwei Menschen ihren Platz finden…. und nur die wissen, wie es sich wirklich anfühlt, dort zu verweilen, zu leben, zu lieben.
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